Christian Gieraths 2014

Christian Gieraths 2014

Die Galerie REYGERS zeigt vom 18. November bis zum 30. Januar Photoarbeiten von Christian Gieraths, einem Schüler von Ulrich Erben und Thomas Ruff, der seit dem Jahr 2000 an ferne Orte der Welt reist, um sie zu erkunden und zu erfahren: Sotchi, Bukarest, Kapstadt, Havanna, Tokio, Detroit, Odessa und 2010 Mumbai. Den Photographen interessieren Orte, deren große Zeit vorüber ist, Orte, die sich verändern, die Plätze, in denen sich Umbau und Modernisierung, gesellschaftliche Umwälzung und Wandlung
städtischer Strukturen manifestieren.

Die Bilder, die Christian Gieraths 2010, als Stipendiat der Kunststiftung NRW, in Mumbai (vormals Bombay) sammelte, zeigen "Jetzt-Zustände": die Kinosäle, Straßen, Hausfassaden oder Müllberge zeigen die verborgene Schönheit dieser Stadt, die der Photograph auf der anderen Seite auch als Hölle erlebte - BEAUTIFUL HELL. Für seine Arbeit wählt Gieraths einen besonderen Ausschnitt, eine Gesamtstimmung des Bildes, in dem die subtile Komposition aus Farben und Formen des öfteren, verstärkt durch das Licht, malerische Qualität erreicht. Er nutzt ausschließlich vorgefundene Lichtquellen, seien es Fenster, durch die das Licht des Tages einfällt, seien es verdeckte Leuchtkörper oder die den Raum nur mühsam erhellenden bunten Lämpchen einer Lichterkette im Projektionsraum eines Kinos. Nicht nur Licht und Schatten, auch die Spuren des Verfalls hinterlassen Spuren auf den Flächen der Fassaden und Mauern, die wie Malerei erscheinen. " Christian Gieraths Bilder evozieren im geografisch letztlich nicht lokalisierbaren, im Ausschnitthaften, die vermeintlichen Paradiese vergangener Zeiten und verklammern sie mit dem Jetzt der Gegenwart. Momente des Umbruchs und der Veränderung gerinnen
zu Zeugnissen der Erinnerung, in denen Schönheit und Verfall, Vergangenheit und Gegenwart, die großen Strukturen und die Fülle der Details, Licht und Farbe in fotografierten Bildern zusammenfallen, die unser reflektierendes Sehen in höchstem Maße aktivieren."
(Müller-Schareck, 2011)

Die Ausstellung ist montags - donnerstags von 16.00 - 19.00 Uhr, sowie nach Vereinbarunf, geöffnet.

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