Calendar of Events

Günter Nosch
Günter Nosch
„Crossing Over“
vom
16. Juni – 31. Juli 2008


Neben der Materialität des Bildträgers ist der Prozess des Farbauftrags von Bedeutung. Statt eines Pinsels benutzt Nosch eine Rakel, um die Farbe in mehreren Schichten möglichst exakt aufzutragen – ein Vorgang, der äußerste Konzentration und Beherrschung verlangt. Indem wir solchermaßen den Entstehungsprozess des Bildes nachvollziehen, hält die Persönlichkeit des Künstlers, die dieser eigentlich durch die Vermeidung eines Pinselduktus verbergen wollte, erneut Einzug in das Werk.
Es mag an eine rituelle Handlung erinnern, wenn Nosch die Farbe wie er selbst sagt, „gegen den Widerstand des Materials“ aufträgt. In dieser kontemplativen Manier wird, zumeist in horizontal und vertikal gezogenen Bahnen, Schicht über Schicht gelegt. „Durch Schichtung lasse ich einen Körper aus Farbe entstehen, der ruhig in der Bildfläche steht und seinen Entstehungsprozess zeigt.“
Das Verfahren der Schichtung bringt es mit sich, dass im Zusammentreffen zweier oder mehrerer Farbbahnen Überlappungen und Verschleifungen entstehen, die der Künstler nicht voraussehen kann. Gerade aufgrund des einheitlichen Ordnungs- und Kompositionsprinzips werden diese technisch bedingten Abweichungen mit ihren sich immer neu und anders gestaltenden Farbnuancen erfahrbar. Der Betrachter ist aufgefordert, das stets Andere und Neue im Gleichen zu suchen. Dies setzt indes eine eindringliche, beinahe kontemplative Betrachtung voraus, um das reiche Spiel der Kontraste, Farbvaleurs und sich überlagernden Strukturen aufnehmen zu können.
Die scheinbar farbliche Gleichförmigkeit weicht so dem Eindruck, an dem reichen Spiel der gedeckten Töne teilzuhaben. Nosch steht hier dem späten Werk des von ihm bewunderten Pierre Soulages nahe. Wie Robert Ryman und Bruno Erdmann im Spektrum der weißen Farbe, beschäftigte sich der Franzose vornehmlich mit den unterschiedlichen Valeurs des Schwarz, die er mittels wechselnder Struktur und Oberflächenbeschaffenheit zur Erscheinung brachte.
Im Unterschied zu Soulages erwecken die Werke Noschs allerdings den Eindruck einer transparenten Erscheinung der Farbe. Es entsteht ein Farbkörper auf dem Bildträger,
der durch den ambivalenten Charakter der transparenten Farbschichten niemals Farbform wird. Farbe wird somit nicht Form, wie im berühmtem Diktum von Lohse, sondern Farbe wird Materie und Erscheinung zugleich.
Dr. Frank Schmidt „Szenenwechsel 03/04“, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, 2004

130 x 100 cm 1.950,- €
110 x 80 cm 1.650,- €
100 x 70 cm 950,- €
70 x 50 cm 600,- €
60 x 42 cm 450,- €
Alle Preise inklusive Rahmen und 7% MwSt.




Monday, 16th June 2008 – Thursday, 31st July 2008
Galerie REYGERS
Widenmayerstr. 49
80538 München

Petra Schmolz
Petra Schmolz
Photoausstellung
vom
19. Februar – 6. März 2008

Petra Schmolz bedient sich zwar des Mittels der Fotografie – es entstehen jedoch abstrakte, ungegenständliche und verschwommene Formen und Farbverläufe, die keinerlei Rückschluß mehr auf den fotografierten Gegenstand erlauben. Zauberwelten der Optik aus Farbe, voller Sinnlichkeit und Wärme, bei denen der Betrachter seinen Assoziationen und Empfindungen freien Lauf lassen kann. Wer diese Bilder ansieht, ist mit keinerlei Gegenständlichkeit oder Bildinhalt mehr konfrontiert. Man sieht sich stattdessen der Kraft, Ausstrahlung und Anziehung intensiver Farbspiele ausgesetzt, die stark auf Emotion und Fantasie einwirken.

Die professionelle Präsentation auf Alu-Dibondplatten in den Formaten 60 x 90 und 110 x 165 passt gut zu diesen Arbeiten, denen weder die harte Begrenzung eines Rahmens noch schützendes und Distanz schaffendes Glas entsprechen würde.

Petra Schmolz hat sich seit einigen Jahren der Fotografie verschrieben und hat mit diesem Medium eine Möglichkeit des ganz persönlichen künstlerischen Ausdrucks gefunden. Die in den 80er und 90er Jahren national und international sehr erfolgreiche Modedesignerin hatte berufsbedingt schon immer eine Nähe zur Fotografie – ihre momentane Beschäftigung damit hat sich aber von diesen Wurzeln gelöst. Geblieben ist ein sicheres Gespür für Strukturen, Linien, Formen, Proportionen, Farben für Komposition und dafür, welche Wirkung man mit der Zusammen- und Gegenüberstellung verschiedener Elemente erreichen kann. Ihre Lust an der Abstraktion und am Spiel mit dem Gegenstand lässt immer wieder überraschende Schöpfungen entstehen, deren verbindendes Element die Sinnlichkeit ist. Das Ergebnis sind eigenständige Arbeiten, die losgelöst von jeglichen Trends einen ganz subjektiven Ansatz verfolgen.

Die Fotografien werden ausschließlich mit analoger Technik aufgenommen. Bildaufbau und Ausschnitte werden von vornherein festgelegt und unterliegen keinerlei nachträglicher Bildbearbeitung. Die Künstlerin lebt und arbeitet in München.

Preise:

Auflage pro Serie: 7’er Edition

60 x 90 cm 950,- €

110 x 165 cm 1.750,- €












Tuesday, 19th February 2008 – Thursday, 6th March 2008
Galerie REYGERS
Widenmayerstr. 49
80538 München

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